| Adminmodus |
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![]() Dieses Kapitel erklärt den Adminmodus: was er macht, wie man ihn einstellt und wie man ihn wegen eines logischen Fehlers bei der Entwicklung umgehen kann. Zunächst einmal müssen die Voraussetzungen geschaffen sein, um Catia im Adminmode starten zu können:
Im Environment sind zwei Variablen nach der Installation von V5 noch nicht deklariert: 'CATReferenceSettingPath' und 'CATCollectionStandard' CATReferenceSettingPath legt die Position der Referenz-CATSetting-Dateien fest und sollte, insbesondere in einem Netz mit mehreren Rechnern, ein verteiltes Verzeichnis sein. Eingetragen werden kann im Environment ein Pfad mit Laufwerksbuchstaben oder, besser, eine URL nach dem Schema //servername/verzeichnisname/... (Bei Windoof natürlich entsprechen \\servername\verzeichnisname\...) Der Pfad muss aber zum Catia-Start bereits existieren - er wird nicht automatisch angelegt. (Aufpassen bei den Freigaben) CATCollectionStandard ist der Ordner, in dem die Umgebungseigenen Standards für Zeichnungen etc. abgelegt werden. Es gilt für ihn ansonsten das Gleiche, wie für den CATReferenceSettingPath. Nun muss die Startverknüpfung noch angelegt werden. Bei Windoof Standardinstallation lautet der (normale) Startlink von Catia, wie folgt: "C:\Programme\Dassault Systemes\B16P2\intel_a\code\bin\CATSTART.exe" -run "CNEXT.exe" -env CATIA.V5R16.B16 -direnv "C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\V5\CATEnv" -nowindow Dem ist nur noch ein '-admin' hinter dem 'CNEXT.exe' hinzuzufügen. Daraus wird dann "CNEXT.exe -admin". Und noch mal am Beispiel: "C:\Programme\Dassault Systemes\B16P2\intel_a\code\bin\CATSTART.exe" -run "CNEXT.exe -admin" -env CATIA.V5R16.B16 -direnv "C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\V5\CATEnv" -nowindow Oder allgemeiner: <binURL>\CATSTART.exe -run "CNEXT.exe -admin" -env <envname> -direnv <envURL> [-nowindow] Ob der Start im Adminmodus erfolgreich verlief, sagt nach dem Start eine Messagebox sowie in der Titelleiste ein Hinweis:
Schließlich finden sich im Dialog Tools/Optionen dann auch grüne Schlösser, die durch Anklicken gesperrt werden und dem Benutzer die Manipulation dieser Einstellung verwehren.
Auch lassen sich die Standards jetzt editieren und unter neuem Namen abspeichern bzw. unter Beibehalten des Namens im neuen Ordner ablegen. Nach dem Start füllt sich im Adminmodus der unter CATReferenceSettingPath deklarierte Ordner mit CATSettings und nicht der unter CATUserSettingPath deklarierte. Hier gilt, wie bei allen Deklarationen in V5, folgende Suchrangfolge:
Wer bis hierher fein aufgepasst hat, wird schon jetzt sehen, wie sich dieser Mechanismus einfach korrumpieren läßt: Speziell in einer Windoof-Umgebung, wo sich Rechte nur unzulänglich einschränken lassen, aber auch in praktisch jeder Unix-Umgebung läßt sich mit folgendem Weg ein eigenes Environment erzeugen:
Da die Environment-Datei beim Start lesbar sein muss, läßt sich auch in jeder Umgebung deren Inhalt auslesen und in einer eigenen Textdatei lokal oder im Netz ablegen. Der Name einer solchen Datei ist üblicherweise CATIAV.5R16.B16.txt Diese läßt sich mit jedem Texteditor ändern. (Natürlich nicht mit Word - falls mal wieder jemand auf die Idee kommen sollte.) Das Environment muß jetzt so geändert werden, dass alle dort angegebenen Pfade über Leserecht und im Fall von Refsettings etc. (siehe oben) auch über Schreibrecht verfügen. Nun wird ein Startlink nach obigem Muster erzeugt, indem -env und -direnv entsprechen angepasst wird. Und schon hat man sich von einem allzu restriktiven Administrator entledigt und verfügt über volle Rechte innerhalb der Optionen oder auch der Standards. In den meisten Umgebungen ist zudem auch noch das Verzeichnis der ReferenceSettings oder der CollectionStandard nicht schreibgeschützt, sodaß sich die Firmenweiten Vorgaben ändern lassen. Also Vorsicht! In den meisten dem Autor bekannten Installationen ist noch nicht einmal der Adminmodus durch Entzug von Schreibrechten abgesichert, sodass jeder Benutzer V5 im Adminmodus starten kann, wenn nur der Startlink entsprechend geändert wird. Aber auch in der Besten Umgebung läßt sich der oben beschriebene Weg so gut, wie nicht absichern. Höchstens vielleicht im Kiosk-Modus von Windows... ;-)) |
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